Nackt aber sicher? Wie viel Sicherheit verträgt die Demokratie?

Unbedingt ansehen. Bei Quarks & Co ging es am 09.03.2010 um Angst- und Panikmache im Zeichen der Terrorismusbekämpfung. Höhepunkt war der Beitrag über Nacktscanner. Fazit: Nutzlos, wenn man die Waffe einfach in ein Schnitzel einpackt. Gast war auch Andrej Holm, dessen Geschichte man nicht oft genug erzählen kann.

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  • T-Mobile: Kein iPhone-Tethering für Kunden mit Complete-Verträgen der 1. Generation

    Was für ein Schwachsinn.
    Gerade bei Leo gelesen:

    Die Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland “hat sich entschieden, die Option Modem Nutzung ausschließlich für Kunden der aktuell vermarkteten Complete-Tarife anzubieten”.

    und weiter:

    “Die Unterscheidung zwischen Kunden der 1. und 2. Generation wäre technisch zu aufwändig”, so die Begründung.

    Der grösste deutsche Mobilfunkprovider erklärt also, dass er das technisch nicht hinbekommt. Mag sein. Wundern würde es mich nicht. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass sie die Kunden mit den alten Verträgen in die neueren (schlechteren) drängen wollen. Das nennt man dann ganz einfach Kundenverarschung.

    Chaosradio Express – Nachfragen erlaubt

    chaosradio_express-logo-192x192Ich weiss gar nicht mehr, wie ich dazu gekommen bin. Wahrscheinlich irgendwie vom Chaosradio. Der Chaosradio Express ist ein Podcast, der sich ausführlich mit Themen aus Technologie, Gesellschaft und Kultur beschäftigt. Schön ist, dass zu jedem Thema Experten eingeladen werden. Man erfährt Hintergründe und es entwickelt sich meist ein sehr informatives Gespräch oder eine Diskussion. Schuld daran ist der Moderator Tim Pritlove. Wobei ich ihn nicht als Moderator sehe sondern eher als einen interessierten Diskussionspartner. Er ist sich auch nicht zu schade mal nachzufragen, wenn er etwas nicht verstanden hat. Das ist ein grosser Vorteil dieses Podcasts. Auch wenn das Themenspektrum auf den ersten Blick sehr begrenzt scheint, ist das in der Wirklichkeit nicht so. Die Themen gehen von Raumfahrt bis zum Kaffee. Die durchschnittlich zwei Stunden pro Folge sollten nicht abschrecken. Manchmal dauert es auch länger, wenn man die mitgelieferte Linkliste noch abklappert.
    Empfehlen für den Anfang kann ich Mensch-Maschine-Interaktion “Über das Wesen der Computer und die Bedürfnisse des Menschen” und Globales Dorf – Rechtsfreier Raum? “Das Internet, sein Stand im deutschen Rechtssystem und der Weg in den Präventionsstaat”.
    Kritik fällt mir jetzt nicht ein.
    Vorschläge hätte ich ein paar:

    • Themenankündigung, damit man auch mal im Vorfeld Fragen stellen kann. So wie beim Chaosradio
    • Ein Bild. Wenn der Gesprächspartner nicht will, dann halt vom Aufnameort o. Ä. Man stellt sich halt gerne die Personen im Kopf vor.
    • Ne bessere Einbindung zum Rückkanal. Klar, Kommentar im Blog ist gut für Kommentare, aber für Fragen oder Diskussion nicht so überschaubar. Vielleicht ein kleines Forum, wo der Gesprächspartner auch mal vorbeischaut.

    Und damit die Blogkette weitergeht:

    Verursacher: http://tim.geekheim.de/2009/08/09/cre-kettenblogging-fr-den-weltfrieden/
    Vorheriger Post: http://polomobil.wordpress.com/2009/08/12/kettenblogging-fur-chaosradio-express/
    Dieser Beitrag ist im Wiki Nummer 78
    Nächster Post: http://www.milindur.de/2009/08/chaosradio-express/

    Planetopia – bitte nicht mitdenken

    Hoppla. Da zappt man am Sonntagabend durch und bleibt bei Planetopia auf Sat1 hängen. Das Computerfachmagazin für Bildleser. Einfach, tolle Schlagworte und lauter Halbwahrheiten. Also ganz klar genau die Zielgruppe des privaten Fernsehens.
    Worum geht es? Um E-Mailsicherheit. Jeder kann private Mails mitlesen. Um Gottes Willen. Wirklich? Die geballte Kompetenz des Redakteurs, oder waren da noch mehr daran beteiligt wird noch von einem IT-Experten unterstützt.
    Was zeigen sie uns? Auf einem “netzwerkunabhüngigen” Rechner wird eine E-Mail geschrieben, die der Experte kinderleicht mitlesen kann. Netzwerkunabhüngig? Was soll denn das bitte heissen? Nunja anscheinend hat der Rechner doch irgendeine Netzwerkverbindung. Sonst wäre die Mail ja niemals angekommen. Und der Experte? Er wählt sich in das Netzwerk ein und kann mit speziellen Hackertools die Mail mitlesen. Raffiniert denkt sich der Planetopiafan und wundert sich. Manche Leute würden ihn jetzt sogar für einen Zauberer halten, ist aber leider nicht so.
    Wie macht er das? Tja er sitzt im Nebenzimmer, benutzt Windows Vista, das Hackersystems Nr. 1, hat seinen Laptop einfach ans LAN angeschlossen und benutzt als spezielle “Hackersoftware” Wireshark. Eine ganz legale Software, die jedem Computernutzer, der sich mit Netzwerken beschäftigt bekannt sein dürfte.
    Einfacher wäre es nur noch gegangen, wenn er sich umgedreht hätte. Zwischen den beiden Räumen ist nämlich eine Glaswand. So hätte er einfach sehen können, was die Testperson getippt hat. Aber das in der nächste Folge: “Vorsicht! Fiese Hackertricks. Wer hinter ihnen steht kann ihre Mails mitlesen.”
    Jetzt könnte man denke, der Redakteur hat sich mit diesem Thema richtig beschäftigt und gibt Tipps und Anleitungen, wie man seine Mails mit PGP oder GPG verschlüsselt. Weit gefehlt. Das will der bauch- und hirnfreie Zuschauer nicht.
    Keine langen Anleitungen. Stattdessen gibt es den einfachen, wie genialen Tipp, wichtige Mails als Worddatei zu speichern und diese mit einem Passwort zu schützen. Sorry aber sowas ist einfach nur dämlich.
    Wer sich wirklich informieren will sollte mal die Wikipedia oder auch http://hp.kairaven.de/pgp/ besuchen.

    Versicherung will Fahranfänger überwachen

    Tja, was Herr Schäuble kann, können wir auch. Denkt sich wohl die WGV-Versicherung. Junge Fahranfänger sollen sich freiwillig melden und per GPS ihre Geschwindigkeit überwachen lassen. Ist natürlich nur ein Vorteil für die Fahranfänger. Gelockt wird mit niedrigeren Beiträgen.
    Die Daten sind absolut sicher, es wird auch sonst nix ausgewertet und auch zurückverfolgen kann man auch Nichts.
    Da glaub ich doch mal der Marketingabteilung. Die müssen das ja schliesslich wissen. Das sind ja die Fachleute. Und ausserdem ist es eine Versicherung. Da kann man ja sicher sein.
    Viel Spass beim Daten sammeln.
    Wie lange dauert es wohl, bis der erste Fall auftritt, wo eine Versicherung nicht bezahlt, weil der Kunde durch überhöhte Geschwindigkeit am Unfall Mitschuld hat? Achja geht ja nicht. Wird ja nicht gespeichert. Höchstens vielleicht aus Versehen oder zufällig.